Archiv der Kategorie: leben & aktion

ZUHAUSE IM SKULPTUREN-GARTEN

Das Licht spielt mit und lässt mich zur Ruhe kommen inmitten meiner Skulpturen. Ein kennenlernen und entdecken. „Testa“ oder doch ein mehr weihnachtliches Motiv, ein sich innerliches zurückziehen.

„Von Vorn“, mehr dem Frühjahr zugeneigt, schwingend atmend um die eigne Achse. Sich findend aufgerichtet.

„Aufbruch“, die Schwere überwindend. Sommerlich in Licht und Wärme sich verlierend, dem Umkreis hingegeben.

„Weckruf“ , überblickend, krafterfüllt geweitet, herbstlich bestimmt.


„Hüllensein“

Träumend nachschaffen was ich selbst geschaffen. Die Rätsel von den Gesten, vom Auftreten und Bewegen im Raum lassen mich nicht los und sind meine Wegbegleiter auch außerhalb des Gartens.

ALTLAST CARRARA MARMOR

Nach dem Aufbau meiner Ausstellung 1996 in Capena, Roma Nord machte ich in Carrara einen Zwischenstopp. Ein Marmor direkt aus einem Steinbruch lud ich mit Hilfe meines Sohnes in den bunten Bus. Seit über 25 Jahren begleitet mich dieser Stein und endlich habe ich mir diesen jetzt angeeignet.

Solch eine Altlast kann ganz schön schwer sein. Mit dem Spitzmeisel von allen Seiten durchgeklopft, dann Standfläche, gebohrt und aufgerichtet.

Nach acht Tagen kann nun die Ausformung beginnen und das Rätsel der Form sich langsam offenbaren. Zum Ausgleich mache ich meine Radtouren und erfreue mich an der herrlichen Umgebung.

ZWISCHEN DEN JAHREN IN ROM

Gutes Neues Jahr 2022, ein Hoffnungslicht ergreift den von kraftvollen Säulen getragenen Raum. San Lorenzo fuori le Mura
Endlich wieder in Capena. Dankbar den Blick über das Tal schweifen lassen, Ruhe erfüllen und immer noch Leben lernen.
San Pudenziana Apsismosaik um 400. Leicht, bewegt, lehrend, Raumergreifend.
San Prassende, das Mosaik 9. Jhdt. ungefähr 500Jahre später. Gefasste Formen, Fläche, Farben im Goldgrund eine Reise über uns hinaus.
Beim einfachen Essen im „Jetzt und Heute“ wieder angekommen im Ghetto in Rom.
Verlässlicher und kraftspendender Moses in San Pietro in Vincoli.
Unser Reise über die Grenzen führte uns weg von der nationalen Enge mit ihren festgefahrenen Werten. Spazierengehen in der Menschheitsentwicklung und teilnehmen an einem bunten kontrastreichen Leben. Reiseerschwernisse fördern meiner Meinung nach rechtes Gedankengut und schwächen Europas Zukunft. Vom achtsamen Verhalten Corona betreffend kann man in Italien einiges dazulernen.

CHRISTUSBILDER, OTTO SCHMITT-GROSS

Ausgestellt auf dem Kirchentag 1952 in Stuttgart 34,5 x49,5

Beim Anschauen der malerischen Blätter geht es doch immer wieder um ein vordringen zum bildhaften Erleben. Ein sich verbinden mit der Erde und unserem Leben. Die expressive Kraft berührt und erweckt Fragen.

OTTO SCHMITT-GROSS 1900-1965

Mal wieder beschäftige ich mich mit dem Nachlass des Pfälzer Malers Otto Schmitt-Gross. Geboren 1900 im pfälzischen Wilgartswiesen. Er lebte bis zu seinem Tode 1965 in Bad Dürkheim und war verheiratet mit der Großmutter (zweite Ehe) meiner Frau. 

Die Bilder des 1900 geborenen Malers Otto Schmitt-Groß sind getragen von zeichnerischem Drang und Können, sowie einem Studium an der Akademie der bildenden Künste München, aber auch von den dunklen Jahren bis 1945. 

Nach den Skizzen aus Krieg und Gefangenschaft ein denkwürdiges Blatt „der falsche Prophet“

Immer wieder Aktuell!

RADIERUNG WEIHNACHT 2020

Gedanken, Worte, Zeichnung in Asphalt geritzt, Ätzen, Druckerfarbe, Wischen und Drucken.

Das Tor des Widerspruchs, / verschlossen mit den Thesen/ unsrer Zeit./ Geduldig sinnend/ in der Tiefe Zwischenraum.

Ein Hoffnungslicht/ durch Ritzen Schimmert,/ ohne Schatten Wärme strömt./ Transparent die Taten/ der Vergangenheit.

Wahrheitslicht/ Ausgleich fordernd,/ Gewichte in die Schale der Gemeinsamkeit./Zum Kind dahin/ mit frohen Gaben.

Bernd Eisenmann Weihnacht 2020

ZWEI AUFEINANDER BEZOGENE ÖLBILDER

„Nichts bleibt Verborgen“ Öl auf Eichenplatten 50×76,5 / 50×76,5

Nach den Improvisationen bin ich an den Studien zu den Kompositionen zum Thema angelangt. Die Eichenplatten vom Kleiderschrank sind als Malgrund prima, hoffe dass die Gerbsäure später nicht zusehr abdunkelt. Weitere Platten sind in Vorbereitung und Morgen gehts ans Grundieren. Ein wenig krumm und schief muss ich akzeptieren.

Zurückgezogen im Atelier in dieser ernsten Zeit. Nicht nur die Wirtschaft, der Urlaub, die Freizeitgestaltung wird sich ändern. Wir als Menschen werden uns durch die Krankheit ändern, vielleicht sogar weiterentwickeln. Wird die Moralität bei der Bewertung einer menschlichen Leistung wieder einbezogen wie z.B. die sinnliche-sittliche Wirkung bei den Farben.

ENDE DER BAUZEIT

Eimer um Eimer hoch auf das Gerüst, den eingefärbten Putz ran an die Wand, ausgleichen und verziehen. Ein kleiner Seilzug leistete mir wertvolle Dienste und doch brachte mich die Arbeit an meine Grenzen.

Das Einfärben des Putzes benötigte mehr Pigmente als erwartet und so musste ich in die Farbmühle zum Nachkaufen. Gefühlt wurde die Wand von Tag zu Tag größer, doch nach einer Woche war die Wand endlich fertig.

Für die Streicharbeiten bekam ich wiedermal freundliche Unterstützung.

Es ist geschafft und nun mal sehen wie das Ganze nach dem Trocknen und dem Abbau des Gerüstes aussieht. Das Ende der Bauzeit naht.

BAUTAGE MIT GERÜST

Es ist an der Zeit das alte Haus in dem wir seit 1994 wohnen und arbeiten  gründlich zu renovieren.  Hoch aufs Dach, einige morsche Dachlatten austauschen, Ziegel und Dachrinne erneuern. Unterstützung bekam ich von meinem Sohn, Danke.

Fassade, Dachrinne und Dachunterseite streichen. Mit den Farben begreife ich die angestrebte Veränderung, ja es ist an der Zeit!

In Arbeit; das Verputzen der Stirnseite.

ZUHAUSE ANGEKOMMEN 2020

Einige meiner Steinskulpturen sind ins Freie ausgezogen und haben den Winter gut überstanden. Das drum herum musste nun ergriffen und umgestaltet werden. Der Garten soll ein Rückzugsort zum Erholen, Besinnen und Raum für vielerlei Begegnungen werden. War er ja schon, doch nun soll es ruhiger und etwas harmonischer zugehen.

 

         

Vorher und Jetzt!    Auf der Leiter mit dem eingefärbten Putz zu hantieren war für manchen Zuschauer etwas grenzwertig, doch mein experimentelles Projekt trieb mich voran.

 

 

Einige Erfahrungen reicher und sinnend was kommt. Ein Gerüst soll her für die anderen Seiten des Hauses.