Archiv der Kategorie: leben & aktion

CHRISTUSBILDER, OTTO SCHMITT-GROSS

Ausgestellt auf dem Kirchentag 1952 in Stuttgart 34,5 x49,5

Beim Anschauen der malerischen Blätter geht es doch immer wieder um ein vordringen zum bildhaften Erleben. Ein sich verbinden mit der Erde und unserem Leben. Die expressive Kraft berührt und erweckt Fragen.

OTTO SCHMITT-GROSS 1900-1965

Mal wieder beschäftige ich mich mit dem Nachlass des Pfälzer Malers Otto Schmitt-Gross. Geboren 1900 im pfälzischen Wilgartswiesen. Er lebte bis zu seinem Tode 1965 in Bad Dürkheim und war verheiratet mit der Großmutter (zweite Ehe) meiner Frau. 

Die Bilder des 1900 geborenen Malers Otto Schmitt-Groß sind getragen von zeichnerischem Drang und Können, sowie einem Studium an der Akademie der bildenden Künste München, aber auch von den dunklen Jahren bis 1945. 

Nach den Skizzen aus Krieg und Gefangenschaft ein denkwürdiges Blatt „der falsche Prophet“

Immer wieder Aktuell!

RADIERUNG WEIHNACHT 2020

Gedanken, Worte, Zeichnung in Asphalt geritzt, Ätzen, Druckerfarbe, Wischen und Drucken.

Das Tor des Widerspruchs, / verschlossen mit den Thesen/ unsrer Zeit./ Geduldig sinnend/ in der Tiefe Zwischenraum.

Ein Hoffnungslicht/ durch Ritzen Schimmert,/ ohne Schatten Wärme strömt./ Transparent die Taten/ der Vergangenheit.

Wahrheitslicht/ Ausgleich fordernd,/ Gewichte in die Schale der Gemeinsamkeit./Zum Kind dahin/ mit frohen Gaben.

Bernd Eisenmann Weihnacht 2020

ZWEI AUFEINANDER BEZOGENE ÖLBILDER

„Nichts bleibt Verborgen“ Öl auf Eichenplatten 50×76,5 / 50×76,5

Nach den Improvisationen bin ich an den Studien zu den Kompositionen zum Thema angelangt. Die Eichenplatten vom Kleiderschrank sind als Malgrund prima, hoffe dass die Gerbsäure später nicht zusehr abdunkelt. Weitere Platten sind in Vorbereitung und Morgen gehts ans Grundieren. Ein wenig krumm und schief muss ich akzeptieren.

Zurückgezogen im Atelier in dieser ernsten Zeit. Nicht nur die Wirtschaft, der Urlaub, die Freizeitgestaltung wird sich ändern. Wir als Menschen werden uns durch die Krankheit ändern, vielleicht sogar weiterentwickeln. Wird die Moralität bei der Bewertung einer menschlichen Leistung wieder einbezogen wie z.B. die sinnliche-sittliche Wirkung bei den Farben.

ENDE DER BAUZEIT

Eimer um Eimer hoch auf das Gerüst, den eingefärbten Putz ran an die Wand, ausgleichen und verziehen. Ein kleiner Seilzug leistete mir wertvolle Dienste und doch brachte mich die Arbeit an meine Grenzen.

Das Einfärben des Putzes benötigte mehr Pigmente als erwartet und so musste ich in die Farbmühle zum Nachkaufen. Gefühlt wurde die Wand von Tag zu Tag größer, doch nach einer Woche war die Wand endlich fertig.

Für die Streicharbeiten bekam ich wiedermal freundliche Unterstützung.

Es ist geschafft und nun mal sehen wie das Ganze nach dem Trocknen und dem Abbau des Gerüstes aussieht. Das Ende der Bauzeit naht.

BAUTAGE MIT GERÜST

Es ist an der Zeit das alte Haus in dem wir seit 1994 wohnen und arbeiten  gründlich zu renovieren.  Hoch aufs Dach, einige morsche Dachlatten austauschen, Ziegel und Dachrinne erneuern. Unterstützung bekam ich von meinem Sohn, Danke.

Fassade, Dachrinne und Dachunterseite streichen. Mit den Farben begreife ich die angestrebte Veränderung, ja es ist an der Zeit!

In Arbeit; das Verputzen der Stirnseite.

ZUHAUSE ANGEKOMMEN 2020

Einige meiner Steinskulpturen sind ins Freie ausgezogen und haben den Winter gut überstanden. Das drum herum musste nun ergriffen und umgestaltet werden. Der Garten soll ein Rückzugsort zum Erholen, Besinnen und Raum für vielerlei Begegnungen werden. War er ja schon, doch nun soll es ruhiger und etwas harmonischer zugehen.

 

         

Vorher und Jetzt!    Auf der Leiter mit dem eingefärbten Putz zu hantieren war für manchen Zuschauer etwas grenzwertig, doch mein experimentelles Projekt trieb mich voran.

 

 

Einige Erfahrungen reicher und sinnend was kommt. Ein Gerüst soll her für die anderen Seiten des Hauses.

KUNSTERLEBEN 2019 IN ROM UND WUPPERTAL

Mal wieder stand ich vor dem Friedrich-Engels-Denkmal in Wuppertal. Einfach mal in Ruhe drum herumgehen und die Formen wirken lassen. Angespannte  überdehnte Gliedmaßen, schmerzend verkrampft, erschöpft lösend, Zusammenbruch oder Überwindung. Rhythmische Bezüge führen den Blick und mich als Betrachter drum herum. Über die Ketten hinaus wirft die Skulptur für mich nicht nur die Frage nach der Befreiung des Menschen auf, sondern auch die Frage nach den Zwängen welche uns binden. Die Erinnerung an Erlebtes vor einem Monat im Vatikan klopft an.

Im April 2019 in Rom.  Im November war ich dann nochmals mit einem guten Freund und viel Zeit vor der Figurengruppe des Laocoon.  Zeit zum Träumen und Sinnen. Das sinnliche Leben und Leiden, in Schönheit dargeboten.

So klingen die Tage von Wuppertal und Rom in ergreifender Weise zusammen und der Akkord bildet einen guten Abschluss 2019.

KUNSTAUSSTELLUNG, BANDWEBEREI KAISER &DICKE, WUPPERTAL BARMEN

VILISK_3, 2019    Gregor Eisenmann

RaumZeitEnergieObjekt(K&D), 2019  RaumZeitPiraten

„Zeitenwende/ Maschinenleben, 2019    Bianca Baierl

Im Dezember veröffentlichte ich meinen Rückblick auf die Clownfisch Ausstellung, „Schöpfung im Garten Eden“ in den Elbahallen Wuppertal.  Die nachhaltige Wirkung hat sich mir nach mehr als zehn Jahren bestätigt. Nun durfte ich wieder einen Wandel in die Zukunft hinein, neue Nutzung einer stillgelegten Fabrik in Wuppertal miterleben. Die Ausstellung „FABRIC OF ART“ ist bis zum 1.12.2019, Öffnungszeiten Fr. Sa. und So.  12-18 Uhr geöffnet.

Von dem aufgebrochenen Keim mit polarem lichtdurchflutetem Innenleben,  einem Lichtblick, Stillstand und Bewegung im Keller ging mein anregender Gang, vorbei an tiefgründiger Malerei bis hoch unters Dach. Durch die vielfältigen, gefühlvoll in die bestehende Architektur eingefügten künstlerischen Werke wurden meine Sinne auf angenehme Weise angeregt und belebt. Ein ruhiger Ort zum Träumen und Denken.

 

„AH JA“, MARMORSKULPTUR 2019

„Ah ja “        Marmor       2019

Noch immer liegen einige Stolpersteine im Hof in Torbole. Marmor welcher  sein Aussehen erst mit dem Gestaltungsprozess offenbart. Schlag um Schlag die Grundform anlegen, Flächen, Rundungen und Kanten. Den Formzusammenhang,  die Lage im Raum und den Ausdruck herausarbeiten.

Durch das Schleifen wurde die Skulptur haptisch leichter erfahrbar und ermöglicht erweiterte Sinneserfahrungen.

In der Abgeschiedenheit und der Ruhe am Abend konnte ich Erlebtes nachklingen lassen und wichtige Gedanken vertiefen.