Archiv der Kategorie: leben & aktion

RADIERUNG WEIHNACHT 2020

Gedanken, Worte, Zeichnung in Asphalt geritzt, Ätzen, Druckerfarbe, Wischen und Drucken.

Das Tor des Widerspruchs, / verschlossen mit den Thesen/ unsrer Zeit./ Geduldig sinnend/ in der Tiefe Zwischenraum.

Ein Hoffnungslicht/ durch Ritzen Schimmert,/ ohne Schatten Wärme strömt./ Transparent die Taten/ der Vergangenheit.

Wahrheitslicht/ Ausgleich fordernd,/ Gewichte in die Schale der Gemeinsamkeit./Zum Kind dahin/ mit frohen Gaben.

Bernd Eisenmann Weihnacht 2020

ZWEI AUFEINANDER BEZOGENE ÖLBILDER

„Nichts bleibt Verborgen“ Öl auf Eichenplatten 50×76,5 / 50×76,5

Nach den Improvisationen bin ich an den Studien zu den Kompositionen zum Thema angelangt. Die Eichenplatten vom Kleiderschrank sind als Malgrund prima, hoffe dass die Gerbsäure später nicht zusehr abdunkelt. Weitere Platten sind in Vorbereitung und Morgen gehts ans Grundieren. Ein wenig krumm und schief muss ich akzeptieren.

Zurückgezogen im Atelier in dieser ernsten Zeit. Nicht nur die Wirtschaft, der Urlaub, die Freizeitgestaltung wird sich ändern. Wir als Menschen werden uns durch die Krankheit ändern, vielleicht sogar weiterentwickeln. Wird die Moralität bei der Bewertung einer menschlichen Leistung wieder einbezogen wie z.B. die sinnliche-sittliche Wirkung bei den Farben.

ENDE DER BAUZEIT

Eimer um Eimer hoch auf das Gerüst, den eingefärbten Putz ran an die Wand, ausgleichen und verziehen. Ein kleiner Seilzug leistete mir wertvolle Dienste und doch brachte mich die Arbeit an meine Grenzen.

Das Einfärben des Putzes benötigte mehr Pigmente als erwartet und so musste ich in die Farbmühle zum Nachkaufen. Gefühlt wurde die Wand von Tag zu Tag größer, doch nach einer Woche war die Wand endlich fertig.

Für die Streicharbeiten bekam ich wiedermal freundliche Unterstützung.

Es ist geschafft und nun mal sehen wie das Ganze nach dem Trocknen und dem Abbau des Gerüstes aussieht. Das Ende der Bauzeit naht.

BAUTAGE MIT GERÜST

Es ist an der Zeit das alte Haus in dem wir seit 1994 wohnen und arbeiten  gründlich zu renovieren.  Hoch aufs Dach, einige morsche Dachlatten austauschen, Ziegel und Dachrinne erneuern. Unterstützung bekam ich von meinem Sohn, Danke.

Fassade, Dachrinne und Dachunterseite streichen. Mit den Farben begreife ich die angestrebte Veränderung, ja es ist an der Zeit!

In Arbeit; das Verputzen der Stirnseite.

ZUHAUSE ANGEKOMMEN 2020

Einige meiner Steinskulpturen sind ins Freie ausgezogen und haben den Winter gut überstanden. Das drum herum musste nun ergriffen und umgestaltet werden. Der Garten soll ein Rückzugsort zum Erholen, Besinnen und Raum für vielerlei Begegnungen werden. War er ja schon, doch nun soll es ruhiger und etwas harmonischer zugehen.

 

         

Vorher und Jetzt!    Auf der Leiter mit dem eingefärbten Putz zu hantieren war für manchen Zuschauer etwas grenzwertig, doch mein experimentelles Projekt trieb mich voran.

 

 

Einige Erfahrungen reicher und sinnend was kommt. Ein Gerüst soll her für die anderen Seiten des Hauses.

KUNSTERLEBEN 2019 IN ROM UND WUPPERTAL

Mal wieder stand ich vor dem Friedrich-Engels-Denkmal in Wuppertal. Einfach mal in Ruhe drum herumgehen und die Formen wirken lassen. Angespannte  überdehnte Gliedmaßen, schmerzend verkrampft, erschöpft lösend, Zusammenbruch oder Überwindung. Rhythmische Bezüge führen den Blick und mich als Betrachter drum herum. Über die Ketten hinaus wirft die Skulptur für mich nicht nur die Frage nach der Befreiung des Menschen auf, sondern auch die Frage nach den Zwängen welche uns binden. Die Erinnerung an Erlebtes vor einem Monat im Vatikan klopft an.

Im April 2019 in Rom.  Im November war ich dann nochmals mit einem guten Freund und viel Zeit vor der Figurengruppe des Laocoon.  Zeit zum Träumen und Sinnen. Das sinnliche Leben und Leiden, in Schönheit dargeboten.

So klingen die Tage von Wuppertal und Rom in ergreifender Weise zusammen und der Akkord bildet einen guten Abschluss 2019.

KUNSTAUSSTELLUNG, BANDWEBEREI KAISER &DICKE, WUPPERTAL BARMEN

VILISK_3, 2019    Gregor Eisenmann

RaumZeitEnergieObjekt(K&D), 2019  RaumZeitPiraten

„Zeitenwende/ Maschinenleben, 2019    Bianca Baierl

Im Dezember veröffentlichte ich meinen Rückblick auf die Clownfisch Ausstellung, „Schöpfung im Garten Eden“ in den Elbahallen Wuppertal.  Die nachhaltige Wirkung hat sich mir nach mehr als zehn Jahren bestätigt. Nun durfte ich wieder einen Wandel in die Zukunft hinein, neue Nutzung einer stillgelegten Fabrik in Wuppertal miterleben. Die Ausstellung „FABRIC OF ART“ ist bis zum 1.12.2019, Öffnungszeiten Fr. Sa. und So.  12-18 Uhr geöffnet.

Von dem aufgebrochenen Keim mit polarem lichtdurchflutetem Innenleben,  einem Lichtblick, Stillstand und Bewegung im Keller ging mein anregender Gang, vorbei an tiefgründiger Malerei bis hoch unters Dach. Durch die vielfältigen, gefühlvoll in die bestehende Architektur eingefügten künstlerischen Werke wurden meine Sinne auf angenehme Weise angeregt und belebt. Ein ruhiger Ort zum Träumen und Denken.

 

„AH JA“, MARMORSKULPTUR 2019

„Ah ja “        Marmor       2019

Noch immer liegen einige Stolpersteine im Hof in Torbole. Marmor welcher  sein Aussehen erst mit dem Gestaltungsprozess offenbart. Schlag um Schlag die Grundform anlegen, Flächen, Rundungen und Kanten. Den Formzusammenhang,  die Lage im Raum und den Ausdruck herausarbeiten.

Durch das Schleifen wurde die Skulptur haptisch leichter erfahrbar und ermöglicht erweiterte Sinneserfahrungen.

In der Abgeschiedenheit und der Ruhe am Abend konnte ich Erlebtes nachklingen lassen und wichtige Gedanken vertiefen.

 

ALABASTERSKULPTUR 2019

Im Blog September 2010 berichtete ich von meiner Reise nach V0lterra. Nun ging es an den letzten mitgebrachten Block. Ein forderndes rätselhaftes Material mit einer sanften warmen Ausstrahlung.

Im Mai hatte ich in Torbole begonnen, dann Pause und jetzt ist sie fertig. Für mich hat sie ihren eigen Klang und bringt Freude in mein Atelier in Heiligenberg.

Die Arbeit am Stein eine staubige Angelegenheit und so war ich froh wenn mir frische Luft beim Radfahren entgegen blies. Die Radwege von Torbole nach Mori, nach Arco,  nach Dro und weiter immer weiter, sind einfach genial. Investitionen mit Weitblick und Sinn.

RUHIGE SOMMERTAGE IN ITALIEN

Beim Weckruf der himmlischen Posaunen ist es wieder soweit. Hinein in die fleischlichen Freuden und Leiden, unbestimmt was daraus folgt, noch rein am Anfang. „Morgenstimmung“? Das Fresko, in Orvieto im Dom, von Luca Signorelli, die Auferstehung des Fleisches, 1499 bewegte mich erneut und wurde zum Schlussbild meiner Reise. Einfach mal betrachten, miterleben was da geschieht und den Wert für sich selbst bestimmen.

Am Bolsenasee  fanden wir Ruhe und die ersehnte Abkühlung. Ein herrlicher Ausgangspunkt für unsere Fahrten und zum verarbeiten der Eindücke.

Durch die weich erscheinende Landschaft ging es nach Siena, bis hinein ins Zentrum und hinauf auf den Torre del Mangia. Belebte Gassen, Trommelklang und bunte Fahnen.

Nach einem Besuch im Bergbaumuseum in Abbadia, auf meiner Suche nach dem echten natürlichen Zinnober, ging es hinauf auf den Monte Amiata. Ein Ausblick in die Ferne und erholsames Leben um uns herum.

Unsere Reise begann in Bologna. Malerei und frühe Romanik belebten für uns die menschenleere Stadt im August. Ein idealer Ausgangspunkt für einen sonntäglichen Ausflug nach Ravenna. Vor 39 Jahren schlenderten meine Frau und ich durch die Straßen der Stadt und besuchten die wundervollen Bauten. Im August auch hier ruhige Straßen und wenig Menschen. Das Mausoleum der Galla Placidia,  425 bis 430n Chr., von außen ein kleiner schlichter Backsteinbau. Gleich nach dem Betreten verlor sich das normale Raumgefühl und eine Empfindungswelt konnte sich eröffnen.

Die Mosaike von Ravenna mit ihren belebenden Formen und rhythmischen Bezügen eröffneten Empfindungswelten welche zum Reisebegleiter wurden,