„WEGZEICHEN“ OLIVE

„Wegzeichen“     Olive   Höhe 36 cm

Ein kleines Stück Olivenholz aus der Gegend um Capena. Ein Ort welcher mich in seiner Umgebung Schönheit atmen lies und viele besinnliche Stunden schenkte. Ausgehend von dem zerklüfteten Stück mit seinen anregenden Lebensspuren, einfach mal wieder einlassen, Flächen herausarbeiten und entdecken.

Das Wegnehmen ist für das gefühlsmäßige Erleben nicht ein Abnehmen, sondern sollte einem Wachsen entsprechen. Wirkung steigern, dann  Ausrichtung im Raum und die Oberflächen schleifen. Reizen zum Anfassen, denn die haptische Form soll ergriffen werden.

„Wandlung“ , „Abendrot“, „ein Wegzeichen“.

ERSTE HOLZSKULPTUR 2020, „PLATZHALTER“

„Platzhalter“    oder   „Auf_Gerichtet“      Höhe 70 cm     Olive         Februar, 2020

Bei der Arbeit an der ersten Skulptur in diesem Jahr aus Olivenholz war der einsame Standpunkt, die Senkrechte als Haltung mein Thema. Der Titel Platzhalter deutet hin auf Giordano Bruno und den wundervollen Platz  Campo de Fiori in Rom.  1980 als ich meine erste römische Artischocke dort verspeiste war  der  Markt noch von bäuerlichen Ständen geprägt und der Ort regte noch zum Nachsinnen an. Auch gegenwärtig ist dieser Gerichtsplatz für mich ein wichtiger Bezugspunkt.

Viele Skulpturen sind Platzhalter, ja sie geben den Plätzen einen Halt und tragen zur einer guten Atmosphäre bei.  Im Haus können sie belebend wirken, es ist immer jemand da und so ist man nie allein.

MARMORSKULPTUR „AH JA“ AUF NEUEM EICHENSOCKEL

„Ah ja“      Marmor aus Carrara       Höhe 22 cm

Die Eichensockel waren ein idealer Auftakt um in die Arbeit mit dem Holz hineinzufinden. Für die Kernskulptur mit ihrer überschaubaren,  leicht fassbaren Formgebung ist das Holz eine gut Ergänzung. Der stabile Stand ist mir ein Anliegen, damit die Form von allen Seiten ertastet und durch drehen erschlossen werden kann.

EICHENSOCKEL FÜR ALABASTERSSKULPTUR „BIRD“

Weihnachten bekam ich zwei sägeraue Eichenbalken geschenkt. Sägen, Hobeln,  Schleifen und meine zwei letzten Skulpturen haben endlich ihre Sockel.

„bird“   2019            Alabaster    34 x 18 x 20 cm

Der morgendliche Weckruf der von der Form ausgeht und das warme Material trägt zu einer freudigen Stimmung im Atelier bei. Wenns mal mühsam läuft braucht es ein wenig Aufheiterung.

Alle mitgebrachten Stücke  vom Alabaster aus Volterra verlangen im besonderer Weise ein Eingehen auf das Material. Mit dem fortschreiten des Gestaltungsprozesses zeigen sich Schritt um Schritt Eigenschaften und Wirksamkeit.

KUNSTERLEBEN 2019 IN ROM UND WUPPERTAL

Mal wieder stand ich vor dem Friedrich-Engels-Denkmal in Wuppertal. Einfach mal in Ruhe drum herumgehen und die Formen wirken lassen. Angespannte  überdehnte Gliedmaßen, schmerzend verkrampft, erschöpft lösend, Zusammenbruch oder Überwindung. Rhythmische Bezüge führen den Blick und mich als Betrachter drum herum. Über die Ketten hinaus wirft die Skulptur für mich nicht nur die Frage nach der Befreiung des Menschen auf, sondern auch die Frage nach den Zwängen welche uns binden. Die Erinnerung an Erlebtes vor einem Monat im Vatikan klopft an.

Im April 2019 in Rom.  Im November war ich dann nochmals mit einem guten Freund und viel Zeit vor der Figurengruppe des Laocoon.  Zeit zum Träumen und Sinnen. Das sinnliche Leben und Leiden, in Schönheit dargeboten.

So klingen die Tage von Wuppertal und Rom in ergreifender Weise zusammen und der Akkord bildet einen guten Abschluss 2019.

KUNSTAUSSTELLUNG, BANDWEBEREI KAISER &DICKE, WUPPERTAL BARMEN

VILISK_3, 2019    Gregor Eisenmann

RaumZeitEnergieObjekt(K&D), 2019  RaumZeitPiraten

„Zeitenwende/ Maschinenleben, 2019    Bianca Baierl

Im Dezember veröffentlichte ich meinen Rückblick auf die Clownfisch Ausstellung, „Schöpfung im Garten Eden“ in den Elbahallen Wuppertal.  Die nachhaltige Wirkung hat sich mir nach mehr als zehn Jahren bestätigt. Nun durfte ich wieder einen Wandel in die Zukunft hinein, neue Nutzung einer stillgelegten Fabrik in Wuppertal miterleben. Die Ausstellung „FABRIC OF ART“ ist bis zum 1.12.2019, Öffnungszeiten Fr. Sa. und So.  12-18 Uhr geöffnet.

Von dem aufgebrochenen Keim mit polarem lichtdurchflutetem Innenleben,  einem Lichtblick, Stillstand und Bewegung im Keller ging mein anregender Gang, vorbei an tiefgründiger Malerei bis hoch unters Dach. Durch die vielfältigen, gefühlvoll in die bestehende Architektur eingefügten künstlerischen Werke wurden meine Sinne auf angenehme Weise angeregt und belebt. Ein ruhiger Ort zum Träumen und Denken.

 

„AH JA“, MARMORSKULPTUR 2019

„Ah ja “        Marmor       2019

Noch immer liegen einige Stolpersteine im Hof in Torbole. Marmor welcher  sein Aussehen erst mit dem Gestaltungsprozess offenbart. Schlag um Schlag die Grundform anlegen, Flächen, Rundungen und Kanten. Den Formzusammenhang,  die Lage im Raum und den Ausdruck herausarbeiten.

Durch das Schleifen wurde die Skulptur haptisch leichter erfahrbar und ermöglicht erweiterte Sinneserfahrungen.

In der Abgeschiedenheit und der Ruhe am Abend konnte ich Erlebtes nachklingen lassen und wichtige Gedanken vertiefen.