FROSCH AUS CAPENA EIN ANDENKEN

Er ist bei uns in Heiligenberg angekommen. Aus der Werkstatt von Giovanni Battista Rea, Rosina Wachtmeister Werkstatt, hat er den Weg nach Heiligenberg gefunden. Er hat mir zwar keine goldene Kugel in Capena heraufgeholt aber viel Freude und prägende Erinnerungen.  Er soll aber nicht draußen bleiben sondern wird mich hier in der Wohnung aufmuntern oder mich ins Atelier begleiten.

Eine wunderschöne Ziege konnte ich auch erwerben doch die habe ich am Wochenende nach Basel überbracht. Einen herzlichen Dank an die kreative Werkstatt im besonderen an Battista Rea.

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FENSTERBLICK CAPENA „VIER TAGESZEITEN“

Der Morgen. // Letzte Woche wurde ich beim Betreten des Badezimmers immer wieder überrascht und der Blick löste Empfindungen. Freude kam auf und die frohe gute Laune begleitete mich die ganze Woche.

Der Tag // Die Landschaft ist näher gekommen, die Weite mit dem sanften Hügel ist im Wetter versunken. Dunstig liegt sie da die römische Winterlandschaft im Dezember. Zeit etwas zu unternehmen denn das Licht will sich bald wieder verabschieden.

Der Abend, //  Da taucht sie wieder auf die Hügelkette in der Weite. Gegen das Licht zeichnen sich die Bäume umrißhaft auf die Horizonte und eine füllige warme Stimmung erfüllt und wärmt trotz der schnellen Abkühlung.

Die Nacht, //  Nichts mehr zu sehen von der Natur, Lichter tauchen auf und die bisher verborgenen städtischen Siedlungen machen auf sich aufmerksam. Um mich herum ist es still und ruhig, kein gurren, kein flattern und kein bellen. Da verschwand ich auch schnell wieder in mein warmes Bett.

RADIERUNG ZU WEIHNACHTEN 2018

 

Zuneigung/ der Liebe Wärme entfacht,/verweilende Ruhe/ selige Rast./

Tastend ergreifen/ den Zipfel der Schuld,/ bedächtiges Handeln/ lösender Grund./

Bewegt durch den Andern/ erlösendes Licht,/ ein Stern lässt uns wandern/ fern ab ein Gesicht.

Bernd Eisenmann     Weihnacht 2018

Nachdem die Drucke auf den Weg gebracht waren sollte auch ich das Weite suchen. Ab in den Süden, nach Capena, Rom.

Feigenbaum „Anfang und Ende“

„Anfang und Ende“        Feige                                                                         Höhe 57cm

„Pfingsten 2007“ musste ich in Italien einen alten Feigenbaum fällen welcher bis dahin Früchte trug und dann kein Blättchen mehr hervorbrachte. Der Feigenbaum mit seinen süßen Früchten, milchigem Saft und großen Blättern ein tiefgründiger Begleiter der Menschheit. Nach meiner ersten Skulptur „Diva“, nun die zweite „Anfang und Ende“ aus dem Reststück des Feigenstammes.

So erfuhr das elf Jahre gelagerte Holz seine Verwandlung und ich konnte meinen künstlerischen Impuls, auf meinem Werg liegendes zu verwandeln, erneuern und fortführen.

Marmorskulptur „Hüllensein“

 

„Hüllensein“  80cm   Peccia Marmor

Diesen kristallinen Marmor rundherum mit dem Meißel zu bearbeiten eine Freude. Ein lösender fließender Prozess, einfach mal wieder einlassen und sich hingeben bis zum Ende.

„Rätselhaft“. Was lässt sich erfahren beim Rezeptieren der Skulptur. Was will sich offenbaren im materiellen Sein. Hören wir den Seelenklang. Hüllensein, im Stoff verborgenes Menschenrätsel.

In meinem Garten hat die Skulptur ihren Platz gefunden und wird dort überwintern.

„ARTE SELLA“ EINE FREUDIGE ÜBERRASCHUNG

Trento, dann an Levico vorbei, in Borgo Valsugana in das Tal „Val die Sella“.  Hinauf, eine Wanderung mit wundersamen Entdeckungen und mit nachhaltiger, aufbauender Wirkung. Einblicke, Durchblicke Ausblicke.

Da schmiegt sich an, ein strömend wirkendes Gebilde, Hülle bildend an der alten Eiche. Einlass gewährend dann hinein.

Umhüllt, erst dunkel, doch Lichtschimmer durchdringt die Wandung. Durchlässig wie die Haut. Mit dem Besucher erhält die Hülle eine Seele.

Nach dem Hinein und Hinaus über eine Zeitungsbrücke Hinüber. Abgelagerte Vergangenheit in Blättern, rhythmisch angeordnet, neu belebt. Vieles berührendes gab es auf dieser Wanderung in einer licht und kraftvollen Natur zu entdecken.

Ein Kreuzweg der Besinnlichkeit. Ein Eintauchen in die großen Gesten, Ruhe finden. Draußen und doch ein Weg zu sich.

Mit dem Samenkorn begann die Wanderung und das Pflänzchen mit der aufbauenden Wirkung wird wohl noch einige Zeit nachklingen.

MEIN KLEINER SKULPTURENGARTEN

Drei meiner Skulpturen habe ich im Garten auf neue Sockel gestellt. Ein Zusammenspiel mit den Anpflanzungen dem Licht und den Elementen.  Gegensätze oder doch ein harmonisch Ergänzendes.

Die rechte Marmorskulptur hat schon zwei Winter im Freien verbracht und es recht gut überstanden. Mal sehen wie die Witterung den Anderen zusetzen wird.

Kinder, Freunde und weitere Besucher haben mit uns den kleinen Garten genutzt und belebt. So hat unser Lebensraum in guter Weise eine Erweiterung erfahren.